Deutschkreutz stärkt öffentlichen Verkehr, zu Fuß gehen und Radfahren

 

Bessere Bedingungen für ÖV-Nutzer:innen, für Radfahrende und Fußgänger:innen sowie mehr Aufenthaltsqualität im Ortszentrum – das sind die Schwerpunkte des kürzlich beschlossenen Mobilitätskonzeptes für Deutschkreutz. Los geht es mit der ersten burgenländischen Schulstraße.

Das Ortszentrum zu beleben und die Aufenthaltsqualität für alle zu erhöhen sind der Gemeinde wichtige Anliegen. Damit einher geht mehr Aufmerksamkeit für zu Fuß gehende im Ort. Sichere Querungen, Beschattung und Geschwindigkeitsreduktion sind hierfür zentral.

Insbesondere im Umfeld der Schule soll die Sicherheit für Schüler:innen mit einer Schulstraße erhöht werden. Diese wird ab 22. April 2025 in der Schulgasse ab der Einfahrt beim Rotweinweg gelten. An Werktagen ist dann im Zeitraum von 07:30 bis 08:00 Uhr das Gehen auf der Straße erlaubt. Das Zu- und Abfahren für Kraftfahrzeuge ist in dem Zeitraum hingegen untersagt. Davon ausgenommen sind u.a. Anrainer:innen sowie das Schulpersonal, die die Straße in Schrittgeschwindigkeit befahren dürfen. Die schon bisher geltende Wohnstraße wird in der restlichen Zeit weiterhin gültig bleiben. Zusätzlich sind neue Abstellanlagen für Räder und Scooter vor den Schulen geplant.

Zentral ist auch die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Zuge des geplanten Umbaus des Bahnhofs. Die Gemeinde hat sich hier klar für eine Lösung ausgesprochen, die Raum für vielfältige Mobilitätsformen gibt. So soll die Erreichbarkeit für zu Fuß Gehende und Radfahrende einfacher gestaltet werden, mehr Platz für Busse entstehen und die Voraussetzung für eine hochwertige Haltestellen-Infrastruktur geschaffen werden.

Ebenfalls vorgesehen ist der Ausbau von Radwegen in Deutschkreutz und in’s Umland. So ist noch für 2025 ein neuer Radweg zum Freibad geplant. Aber auch eine Anbindung von Deutschkreutz an den Neusiedler See Radweg wird empfohlen.

Entwickelt wurde das Mobilitätskonzept mit intensiver Beteiligung der Bewohner:innen von Deutschkreutz und vielen weiteren Kooperationspartner:innen sowie mit Unterstützung von Verkehrsplanungsexperten. Im Jahr 2024 fanden Bürger:innenveranstaltungen, Ortsbegehungen sowie Workshops statt. Die zahlreichen Beteiligungsveranstaltungen ermöglichten viele Sichtweisen und Ideen einzubinden.